„Bretter, die die Welt bedeuten“ – hinter den Kulissen

„Bretter, die die Welt bedeuten“ – hinter den Kulissen

 Es ist 16.00 Uhr und die ersten „Schauspieler“ klopfen an die Tür der Theaterwerkstatt. Die Nervosität in ihren Gesichtern ist fast nicht zu übersehen. Nachdem alle angekommen und umgezogen sind, versammeln sich die zwölf auf der Bühne.

Um ihnen die Wartezeit vor der großen Premiere ein bisschen zu erleichtern, haben sich unsere Theaterpädagoginnen Katrin Singer und Antjé Femfert ein paar lustige „Aufwärmspielchen“ einfallen lassen. Wie zum Beispiel: „Versuche-eine-andere-Person-zu-umrunden-die-aber-wegrennen-wird-weil-sie-ebenfalls-jemanden-umrunden-muss“. „Zungenbrecher“ und „Kauderwelschen“ soll den Darstellern ebenfalls helfen sich zu entspannen und zu lockern. Dann ist es auf einmal schon 17.00 Uhr. Die Vorstellung beginnt.

Ja – aber worum geht es denn hier eigentlich?

In Zusammenarbeit mit der Heilbronner Stimme haben sich im Juli dieses Jahres insgesamt 70 Leser für ein Casting beworben, in dem Leute gesucht wurden, die Lust auf ein Schauspieltraining haben. Vorraussetzung: keine bisherige Bühnenerfahrung!

Darunter wurden von einer Jury die zwölf Besten ausgewählt. Mit vielen Übungen trainierten sie Körper, Stimme, Mut und Fantasie, sodass sie innerhalb von drei Wochen in nur sechs Einheiten ein ganzes Stück auf die Beine gestellt haben: „Bretter, die die Welt bedeuten“. Grundlage waren diverse Pressefotos aus der Heilbronner Stimme.

Mit den altbekannten Worten TOI, TOI, TOI unseres Intendanten Axel Vornam begann das Schauspiel. Mit viel Witz, Charme und in schwäbischer Mundart begeisterten die Laien das Publikum. Ein gelungenes Debüt!

Anschließend durfte sich jeder noch an unserer Snackbar bedienen. Gegen 18.00 Uhr dann hieß es aber „Auf Wiedersehen“ zu dem „älteren Publikum“, denn dann waren unsere Teenies dran. Für den Tag stand nämlich nicht nur Premiere auf dem Plan, sondern es war auch Spielzeiteröffnung für den Jugendtheaterclub.

Jugendliche zwischen zwölf und dreiundzwanzig Jahren tummelten sich in der Theaterwerkstatt im Wollhaus herum. Es wurden abermals „Aufwärmspielchen“ gespielt, viel gelacht – ja sogar Sport gemacht.

Katrin Singer und Antjé Femfert teilten die Kids in verschiedene Gruppen ein und gaben ihnen je ein Thema vor – bestehend aus einem Titel oder einfach nur aus einem Gegenstand. Zum Abschluss führte jede Gruppe noch ein Ministück vor, das sie sich aus den genannten Vorgaben überlegt hatten.

 Zum Schluss sind alle kaputt und doch zufrieden.

Noch mal ein ganz dickes Lob an unsere Theaterpädagoginnen – ihr habt Wunderbares geleistet!

Selina Rothenhöfer, Auszubildene

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