Heimlich unter der Bettdecke

Georg Büchner muss so etwas wie ein Wunderkind gewesen sein. In drei Jahren hat er mehr und vor allem tiefgründigere Werke verfasst, als so manch anderer Autor in einer zehnmal so langen Zeit. Obendrein hat er parallel dazu ein Medizinstudium mit Promotion abgeschlossen, die Liebe seines Lebens kennengelernt und war politisch äußerst aktiv.
Weil sein Vater aber vor allem die politischen Querelen seines Sohnes gar nicht gerne sah, hat er ihn zum Hausarrest vom Studienort Gießen nach Hause nach Darmstadt beordert. „Dantons Tod“ hat Büchner also quasi heimlich unter der Bettdecke, während dieser Zeit, geschrieben.

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Büchner versuchte sich mit dem Schreiben des Dramas zu erklären, warum seine eigenen Versuche etwas zu verändern, gescheitert waren.
Das alles und noch viel mehr zum Autor Georg Büchner, den Umständen unter denen „Dantons Tod“ entstanden ist und Hinweise auf die Besonderheiten der Heilbronner Inszenierung haben die Schülerinnen, die morgens schon den Workshop besucht hatten und weitere interessierte Zuhörer von Dramaturg Andreas Frane erfahren. Schauspieler Guido Schikore unterstütze ihn dabei und las einige Originaltexte von Georg Büchner.

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Am Ende des Autorenportraits fragte Andreas Frane lächelnd:„Wer von Ihnen sitzt denn vorne rechts im Saal?“
Was den Zuschauern auf diesen Plätzen während der Aufführung blühte konnte garantiert am gestrigen Abend geklärt werden.

Beitrag und Fotos von Janine Osterberg, Praktikantin in der Theaterpädagogik

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