Mit dem Kopf durch die Wand…

… hieß es bei der letzten Probe des Jugendtheaterclubs

 Als ich in der sechsten Klasse war, hat es bei mir angefangen. Ich bin dem Theaterclub unserer Schule beigetreten. Wir waren eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Schülern aus den unterschiedlichsten Klassen.
Letzte Woche durfte ich Probenspion bei einem unserer Jugendtheaterclubs sein, den Antjé Femfert (Theaterpädagogin) und Guido Schikore (Schauspieler) leiten und habe mich sofort an die Zeit zurück erinnert.
Zwei Jungs und sieben Mädchen saßen gespannt auf den Sofas in der Theaterwerkstatt und wollten nur das Eine wissen. „Was spielen wir denn nun im Juli?“
Antjé hat den Titel dann auch schnell gelüftet. „Hilfe! (AUSRUFEZEICHEN) Ich habe Pubertät! (AUUUUSRUFEZEICHEN)“ „…und die Ausrufezeichen sind ganz wichtig. Ich liebe Ausrufezeichen!“, meinte Antjé schmunzelnd dazu.
Bevor es aber ans Proben gehen konnte, mussten Bilder für Marketingaktionen wie Flyer, Theaterzeitung und Internet her. Zusammen mit Guido Schikore haben sich die Jugendlichen ein Motiv ausgedacht.
Wild sollte es sein. Verrückt. Sollte zeigen, was das Thema für sie bedeutet. Eine Idee war da schnell gefunden. Die „jungen Wilden“ wollten eine Mauer durchbrechen. Eine Mauer aus Styroporblöcken. Mit dem Kopf durch die Wand.
„Eine super Idee“, fand auch Antjé.
Als das Plakat mit dem Stücktitel angefertigt war, konnte das Fotoshooting auch schon beginnen. „Zeig mal, zeig mal!“ hieß es nach jedem Bild und jeder hat sich schlapp gelacht.

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Nach dem Spaß kam dann aber auch der ernsthafte Teil. Nach ein paar Aufwärmübungen um in verschiedene Stimmungen zu kommen, konnte die erste richtige Schauspielübung zum Thema starten.
Aufgabe war „Stellt den Übergang vom Kind zum Jugendlichen dar.“ Drei Dreier-Gruppen sahen sich nun ganz verdutzt an. Eine ganz schön anspruchsvolle Aufgabe für den Anfang. Aber schon nach wenigen Minuten kamen die ersten Ideen ins Rollen. Zum Beispiel wurden Teddybären als Symbol der Kindheit gewählt aber schon bald flogen diese im hohen Bogen weg und wurden durch Smartphones ersetzt. Fleißig wurden diese und ähnliche Szenen zu Musik geprobt. Reden durfte man nicht, alle Inhalte mussten ohne Worte vermittelt werden.
Etwa 20 Minuten später konnten die Ergebnisse gezeigt werden. Nachdem jeder Schauspieler sich seinen Applaus abgeholt hatte, war diese Aufgabe bestanden.
Die 2 Stunden waren nach einem kurzen Abschiedsspiel vorbei und die Jugendlichen konnten nach Hause gehen. Ich hatte echt viel Spaß beim Zuschauen gehabt und finde es wirklich toll, welche Ideen in so kurzer Zeit entstanden sind. Echt kreative Köpfe. Bin schon auf die Premiere gespannt. Kann nur gut werden.

Vorstellungen:
Theaterclub 1: „Leinen los!“
Theaterclub 2: „Hilfe! Ich habe Pubertät!“

Sa, 05.07.2014; 17:00 Uhr in der TheaterWerkStatt im Wollhaus
So, 06.07.2014; 15:00 Uhr in der TheaterWerkStatt im Wollhaus

Jennifer Laing, Auszubildende