Theater Heilbronn vergibt Auftragsoper: „Der widerspenstige Kehrwisch“

Sie ist des Schwaben wichtigstes Ritual: Die Kehrwoche. Das Theater Heilbronn hat ein Auftragswerk an den Opernkomponisten und jetzt in den USA lebenden Exilschwaben Richard Wägele vergeben, um über dieses für reichlich Zündstoff sorgende Thema ein Musikdrama zu schreiben. Arbeitstitel: „Der widerspenstige Kehrwisch – ein Nachbarschaftsdrama“ (Dramatische Oper in drei Akten). Die Uraufführung ist für April 2017 im Großen Haus des Theaters Heilbronn geplant. Heute wurde die Auftragsvergabe zwischen dem Komponisten Richard Wägele und dem Intendanten des Theaters Heilbronn, Axel Vornam, besiegelt. Außerdem hat sich die Theaterleitung entschlossen, bei der UNESCO einen Antrag zur Aufnahme der Kehrwoche als Weltkulturerbe zu stellen.

Bereits seit dem Ende des 15. Jahrhunderts wird die mit vielen Erlassen geregelte Reinigung gemeinschaftlich genutzter Bereiche in Wohnhäusern in Württemberg praktiziert. Die Kehrwoche wird besonders von den schwäbischen Bewohnern der Region akribisch befolgt und hochgehalten. „Reingschmeckte“ (Neueinwohner aus anderen Regionen) hingegen tun sich oft schwer mit dem komplizierten Regelwerk, wie Bürgersteige und Treppenhäuser sauber zu halten sind, was nicht selten zu erbitterten Nachbarschaftskonflikten führt. Das Theater bietet zu allen Vorstellungen ein ausführliches theaterpädagogisches Begleitprogramm an.

Treffen

Komponist Richard Wägele und Intendant Axel Vornam

 

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